Wetter in Neuseeland
Wer in Neuseeland studieren will, sollte sich mit einigen grundlegenden Fakten vertraut machen. Grundsätzlich ist zunächst alles ganz anders, wenn nicht sogar konträr, zu dem was man von zu Hause kennt. Es herrscht Linksverkehr; wenn es zu Hause morgens ist, ist es hier abends (die Zeitverschiebung im Sommer beträgt exakt 12 Stunden); die größte Einwanderungsgruppe kommt nicht aus Nordafrika sondern aus Asien und die Temperaturen sind im Norden höher als im Süden. Für letzteres ist die geografische Lage Neuseelands in der südlichen Hemisphäre verantwortlich; für die meisten anderen Punkte Neuseelands Kolonialgeschichte. Im Folgenden soll es aber primär um die Temperaturen, das Wetter und den geeigneten Studienstandort gehen, je nach den eigenen wettertechnischen Vorlieben des zukünftigen Kiwi-Kommilitonen.
Wie bereits erwähnt, sind die Temperaturen auf der Nordinsel höher als auf der Südinsel; im Durchschnitt um genau 6° Celsius. Allerdings ist Norden nicht gleich Norden. Während an der nördlichsten Spitze des Landes tropisch-heiße Zustände herrschen, kann es im 400km entfernten Auckland (und das ist durchaus wahrscheinlich) in Strömen regnen. Zudem regnet es an der Westküste häufiger als an der Ostküste. Also alle Wasserratten, die nicht nur gerne Schwimmen, sondern auch im warmen Regen stehen, ab nach New Plymouth! Für Sonnenhungrige bietet sich vor allem Gisborne als Ausflugsziel an, das die höchsten Temperaturen im Durchschnitt aufweist, und Tauranga an der Bay of Plenty als Universitätsstandort, der mit 2250 Sonnenstunden im Jahr glänzen kann (im Vergleich: Deutschlands sonnenreichster Ort Freiburg hat gerade mal 1700 Sonnenstunden im Jahr).
Der absolut sonnigste Universitätsstandort befindet sich allerdings nicht auf der Nordinsel, sondern an der nördlichen Spitze der Südinsel. Die Region um Nelson ist eine der sonnenreichsten Neuseelands mit etwa 2500 Sonnenstunden im Jahr und Nelson ist damit der Universitätsstandort mit dem höchsten Sonnenfaktor. Sunblocker nicht vergessen!
Wer viel Abwechslung braucht und auf den Zwiebel-Dress abfährt, sollte sich an Auckland halten. Die City of Sails ist allgemein auch als Stadt der vier Jahreszeiten bekannt, da hier an einem einzigen Tag gerne mal die Highlights jeder Saison zu Tage kommen: der windige Herbst, der regnerische, kalte Winter, der heiße Sommer und der milde Frühling. Nur Schnee gibt es in Auckland keinen.
Wer den vermisst, der sollte sich nahe der Bergregionen und ganz im Süden der Südinsel stationieren. Hervorragende Unis mit Chance auf Schneeballschlachten auf dem Campus befinden sich in Dunedin und Invercargill. Und auch die Studenten in Christchurch haben sich so manchen Winter einigen Schneeflocken erfreut. Geeignete Ausflugsziele für Schneehasen sind zudem in Sommer wie Winter der Fox- und Franz Josef-Gletscher, wo es sich das ganze Jahr über in Eis und Schnee wälzen lässt. Überdies verfügt die Südinsel entlang der Southern Alpes über eine Reihe von Skigebieten, von denen Treble Corn das größte ist und sich vor allem bei den sonnenverwöhnten Australiern großer Beliebtheit erfreut.
Letzen Endes hat Neuseelands Wetter also für jeden etwas zu bieten und es besteht kein Zweifel, dass auch jeder ausländische Student hier ein Fleckchen findet, das seinen Wünschen und Vorlieben entspricht. Die Universitäten Neuseelands bieten ein überaus breites Spektrum an Fachrichtungen und Kursangeboten; da stellt sich nur noch die Frage: lieber an die sonnige Küste, das turbulente Auckland oder in die romantisch verschneiten Berge?

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